Schwarzenborn, 07.07.2022, von Liz Höpfner

Waldbrand im Knüllwald

Das THW Neu-Isenburg übt auf ihrer Wochenendübung für den Einsatzfall

Am 01. Juli ging es für die Einsatzkräfte des THW Neu-Isenburg zur jährlichen Wochenendübung los. Das Szenario ist aktueller als jemals zuvor: Große und kleine Flächenbrände breiten sich, aufgrund von langanhaltender Trockenheit, aus. Das THW wurde zur Unterstützung der örtlichen Feuerwehren gerufen, um mit langen Schlauchstrecken zur Wasserförderung auszuhelfen.

In diesem Jahr fand die Übung des THW Neu-Isenburg im nordhessischen Schwarzenborn auf dem Gelände der Bundeswehr statt. Auf Wald und Wiesen direkt an einem See gelegen, bauten die Helfenden der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung (FGr. N) das Feldlager auf. Da es weder Strom noch fließend Wasser gab, brachte die Fachgruppe alles Wichtige selbst mit. Neben drei Zelten mit Feldbetten wurden auch die Küche und der Bereitschaftsraum provisorisch in Zelten hergerichtet. Selbst eine mobile Toilette und Dusche hatten die Einsatzkräfte dabei.

Die Fachgruppe Wasserschaden / Pumpen begann sofort mit dem Aufbau einer Wasserentnahmestelle aus dem See. Das Wasser pumpte dieses über ein Pufferbecken insgesamt über 700 Meter weit. „Die größte Hürde bei solchen langen Strecken ist vor allem der Wasserdruck“, so der Truppführer der Gruppe Phillip Stein. Um für den richtigen Wasserdruck zu sorgen, wurden mehrere Pumpen mit unterschiedlichem Pumpvolumen eingesetzt. So war es möglich die Hochleistungspumpe Hannibal mit ausreichend Wasser zu versorgen. Unterstützt wurden sie von der Bergungsgruppe, die mit Hilfe des Einsatzgerüstsystems die Pufferbecken und einen Steg aufbauten. Nachdem der Aufbau gemacht war, kam durch das Funkgerät schon der nächste Auftrag für die Bergungsgruppe, ein vermisster Angler musste gefunden werden. Rasch wurden die Aufgaben verteilt und es ging weiter.

Doch es wäre keine Übung, wenn alles reibungslos laufen würde. Immer wieder spielte der Übungsleiter und Gruppenführer der FGr. N Benjamin Schäfer kleine Störungen ein. Von einer plötzlichen Evakuierung aufgrund von sich ausbreitendem Feuer bis zu einer Privatperson, die mit ihrem Eis alle Helferinnen und Helfer vergiften wollte. „Gerade bei einer Übung haben wir die Chance die Einsatzkräften noch einmal zu sensibilisieren, warum wir auf manche Dinge genau achten müssen“, so Schäfer. Gerade das Schauspiel der „vergifteten“ Helfenden blieb allen in Erinnerung und sorgte die restlichen Tage immer wieder für die, mit einem Augenzwinkern, gestellte Frage „Ist das von privat oder dem THW?“.

Am Sonntagmittag kamen alle zwar erschöpft aber gesund wieder nach Hause. „Die jährliche Übung ist nicht nur wichtig, um im Ernstfall gut vorbereitet zu sein. Sie stärkt auch unseren Zusammenhalt und die Kameradschaft unter den Helferinnen und Helfern. Sie macht uns zu einem besseren Team“, schloss der Ortsbeauftragte Stephan Bock die Übung am Sonntagnachmittag ab.


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